Mit Hyfer Objects möchte sie unsere Sicht auf Luxus und darauf, was Design sein kann, hinterfragen. Indem sie Konventionen, Produktionsprozesse und Materialien herausfordern, verwandeln sie Gerümpel in Schätze oder, wie Vogue über Hyfer schrieb: „Hyfer Objects are turning waste into interior treasures“. Kristina hat ihr Esszimmer mit der Tapete Toile de Jouy gestaltet, die sie auf eine Reise zurück in die Zeit mitnimmt, die sie als frisch Verliebte in Paris verbrachte.
Durch ihre Großmutter Dagmar, die Namensgeberin des Unternehmens der Schwestern House of Dagmar, konnte Kristina ihre kreative Schaffenskraft schon in jungen Jahren ausleben. Dagmar brachte Kristina das Nähen bei, und gemeinsam nähten sie Kleidung und Accessoires für all ihre Puppen.
„Sobald ich nähen konnte, begann meine Großmutter mir beizubringen, Schnitte zu entwerfen, und ich fing an, meine eigenen Kleider zu nähen. Sie sahen damals wahrscheinlich ziemlich seltsam aus, mein Stil hob sich stark von dem anderer Jugendlicher zu dieser Zeit ab. Ich nähte Blazer und Kleider aus groben Möbelstoffen und ließ meiner Kreativität wirklich freien Lauf. Ich wollte einfach etwas erschaffen, und ich liebte es, das zu skizzieren, was ich nähen wollte.“
Es war Kristinas Mutter, die ihr vorschlug, sich bei einer Designschule in Paris zu bewerben, und obwohl sie nie zu hoffen gewagt hatte, dass ihr Interesse an Mode sie einmal irgendwohin führen würde, schickte sie ihre Bewerbung ab.
„Ich wurde angenommen, und im Herbst zog ich nach Paris. Die gesamte Ausbildung war auf Französisch, und mein Französisch war sehr schlecht, aber ich lernte schnell und verliebte mich vollkommen in Paris.“
Kristina blickt auf die Jahre in Paris als einige der prägendsten ihres Lebens zurück. Die Stadt nahm sie ganz ein, und das Studium führte zu spannenden Begegnungen und verschaffte ihr zugleich Eintritt in die exklusivsten Räume der Modewelt. Hier entstand auch ihre Liebe zur Qualität.
„Paris kann einen wirklich ganz erfüllen, man liebt und hasst die Stadt gleichzeitig. Aber dort und damals zog eine kleine Französin in mich ein, die mich nie ganz verlassen hat. Diese Stadt hat einfach etwas an sich – sie ist Liebe und Drama, hitzige Diskussionen und Romantik zugleich. Die französische Kultur verleiht allem einen goldenen Glanz, der Wein schmeckt ein wenig besser, der Käse ist etwas cremiger, und außerdem sprechen sie mit dem ganzen Körper – das passt zu mir.“